Religionsunterricht / Werte und Normen

Schule braucht Bildung in Religion, und religiöse Bildung braucht ein eigenes Schulfach. Religion gehört zur Allgemeinbildung und zur Persönlichkeitsbildung, sie ist ein eigenständiger Teil unseres Lebens und unserer Kultur. Religionsunterricht vermittelt Kenntnisse und befähigt zu einem eigenen Urteil in diesem wichtigen Bereich, er befähigt die Schüler*innen, die eigene Identität zu verstehen und auszubilden, Unterschiede zu den Lebensentwürfen anderer Menschen zu erkennen und zu benennen und dadurch dialogfähig zu werden. In der religiösen Pluralität, in der wir leben, ist die wechselseitige Anerkennung mehr als bloße Toleranz.

Die Möser Realschule am Westerberg bietet ihren Schüler*innen

  • konfessionell-kooperative Religionsunterricht – Er ist schulrechtlich Religionsunterricht der evangelischen und katholischen Religionsgemeinschaft, der die Lehrkraft angehört und nach deren Grundsätzen der Religionsunterricht erteilt wird.
  • islamischen Religionsunterricht – Er ist schulrechtlich Religionsunterricht.

und

  • Werte und Normen

Wer einer Religionsgemeinschaft angehört, ist grundsätzlich verpflichtet, am Religionsunterricht seiner Religionsgemeinschaft teilzunehmen. Die Verpflichtung zur Teilnahme entfällt bei schriftlicher Abmeldung (§ 124 Abs. 2 Satz 3 NSchG). Schüler*innen, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, sind stattdessen zur Teilnahme am Unterricht Werte und Normen verpflichtet.

Leistungsfeststellung und -bewertung

Schüler*innen haben Anspruch auf Anerkennung ihrer individuellen Lernfortschritte. Die Beobachtung, Feststellung und Bewertung der Lernergebnisse haben die Funktion der Orientierung für die Lernenden und ihre Erziehungsberechtigten, aber auch für die Unterrichtenden selbst. Die Leistungsbewertung verdeutlicht Lernfortschritte und Lernschwierigkeiten und gibt Einblick in den gegenwärtigen Leistungsstand.

 

Die im  Unterricht erwarteten Leistungen dienen dem Erreichen der Kompetenzen. Der Erwerb grundlegender Kompetenzen trägt bei zur Förderung der Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Die Bewertung dieser Leistungen erfolgt kompetenzorientiert.

 

Leistungen innerhalb der drei Lerndimensionen Wahrnehmen und Beschreiben, Verstehen und Deuten sowie Gestalten und Handeln werden in die Leistungsbewertung einbezogen. Es ist zu beachten, dass es um überprüfbare Leistungen geht, nicht aber um religiöse, politische oder moralische Einstellungen der Schülerinnen und Schüler. Die Leistungsbewertung kann sich daher nur auf einen Teilbereich dessen, was im Unterricht geschieht, beziehen. Die Beurteilungskriterien müssen den Lernenden einsichtig sein, auch um sie in die Lage zu versetzen, Unterrichtsergebnisse selbst einzuschätzen. Die Beurteilung bezieht sich auf die dem einzelnen Schüler zuzuordnende Leistung im Unterricht oder dessen häusliche Arbeit die er, im Zusammenhang mit Themen des schuleigenen Arbeitsplanes und weiterer Wahlthemen der unterrichtenden Lehrkraft, erbracht hat.

 

Zu mündlichen und anderen fachspezifischen Leistungen zählen z. B.

  • Beiträge zum Unterrichtsgespräch
  • Ergebnisse von Partner- oder Gruppenarbeiten und deren Darstellung
  • gestalterische Arbeiten (z. B. Collagen, Plakate, Bilder, Standbilder, Musik und Tanz, Modell, Diagramme, Audio-, Video- und PC-Arbeiten)
  • Präsentationen, auch mediengestützt Unterrichtsdokumentation (z. B. Arbeitsmappe, Protokoll, Lernbegleitheft, Lerntagebuch, Portfolio, Lapbook)
  • Anwendung fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen
  • Verwendung von Fachsprache (siehe Grundbegriffe für den Kompetenzerwerb)
  • mündliche Überprüfungen
  • Langzeitaufgaben und Lernwerkstattprojekte
  • Schülerwettbewerbe

 

Zu schriftlichen Lernerfolgskontrollen zählen:

In jedem Halbjahr soll mindestens eine schriftliche Lernerfolgskontrolle geschrieben werden. Im Schuljahr sind maximal drei Lernerfolgskontrollen möglich.

Zeitdauer: 30’ (Klasse 5-6); 45’ (Klasse 7-10)

 

Notenschlüssel:

Note:

1

2

3

4

5

6

Punkte in % der Gesamtpunktzahl:

>= 95%

>= 80%

>= 65%

>= 50%

>= 25%

< 25 %

 

Zusammensetzung der Zeugnisnote:

Die Zeugnisnote setzt sich zusammen aus:                                                  

  • mündliche Mitarbeit 50%
  • fachspezifische Leistung 20%
  • schriftlicher Lernkontrolle 30%

Möser-Realschüler gestalten IHRE Thesentür

Im Rahmen der Projektwoche 2017 entstand die Tür „Wir sind auch Vielfalt“. Jugendliche setzten sich auf kreative Weise mit der Reformation und ihrer Bedeutung für die Gegenwart auseinander. Sie formulierten mit ihren eigenen Ausdrucksmitteln und Worten ihre Forderungen an unsere Gesellschaft und Kirche.

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In der Möser-Realschule leben und lernen Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern. Als evangelische Bürgerschule im Jahr 1833 gegründet ist sie heute eine städtische Realschule. Die Schulgemeinschaft setzt sich aus 35 Nationen zusammen. Unterschiedliche Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen treffen hier aufeinander. Das gibt immer wieder Anlass zu Gesprächen.

 

Spiegelbild der städtischen Gesellschaft

Die Schulgemeinschaft macht sich auf dem Weg und bindet die abrahamitischen Religionen stärker in das Schulleben ein. Der Prozess des gegenseitigen Verstehens der Gemeinsamkeiten und Respektierens der Unterschiede der jeweils anderen Schwester-Religionen ist den beteiligten Menschen wichtig.

Die Tür als Symbol kann in vielfältiger Form gedeutet werden. So ist sie ein Ort der Bekanntmachung oder Verlautbarung – also des von sich Zeugnisgebens. Als Möglichkeit des Durchschreitens kann sie verstanden werden, neue Perspektiven in noch unbekannten Räumen zu ermöglichen.

 

Von der Planungsphase zum Ausstellungsobjekt.

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Die Vielfalt in der Schule drückt sich in den Nationalflaggen aus.

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Die Weltkarte verdeutlicht die Entfernungen der Heimatländer zum Schulstandort Osnabrück.

Ein Leuchtturm an der Möser-Realschule ist die Förderung der Sprache.

In vielfältigen Kursen, pflegen und erweitern die Schüler ihre Kompetenz der deutschen Sprache. So lernen Kinder und Jugendliche in Sprachlernklassen Deutsch. Mit der Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz qualifizieren sich Schüler für Deutsch als Fremdsprache im Ausland.

Der Kreis der Figuren stellt den Zusammenhalt unserer Schulgemeinschaft dar. Gemeinsam in der Unterschiedlichkeit und doch geschlossen stark.

Mit dem Abdruck der Handflächen haben sich die am Türenprojekt beteiligten Jugendlichen selbst verewigt. Sie sind Individuen mit eigenen Vorstellungen und Ideen. Die Möser-Realschule führt sie altersgemäß in Wertvorstellungen und Normen ein und befähigt, über diese zu reflektieren. Die Jugendlichen erhalten damit eine sichere Grundlage für den persönlichen Lebensweg und für das verantwortungsbewusste Mitwirken im gesellschaftlichen Leben. Die Individualität in der Vielfalt drückt auch der Schriftzug VIELFALT aus, der aus den Portraitfotos zahlreicher Schüler gebildet wird.

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Die Rückseite ist mit einer Vielzahl von Adjektiven verziert, die das Leben in der Möser-Realschule kennzeichnen. Als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courageengagieren sich die Schüler selbständig gegen jede Form des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit. Sie vermitteln und leben auf diese Weise vor, dass sie sich nicht abwenden, weghören oder billigend in Kauf nehmen, wenn andere auf Grund ihrer Herkunft oder Haltung Opfer von Gewalt werden und sie lernen und erleben, couragiert und auch demokratisch zu handeln.              

Wir freuen uns, mit unserem Beitrag ein Teil der Ausstellung "500 Jahre Reformation - Region Osnabrück" sein zu dürfen. Aufgestellt wird die Möser-Thesen-Tür am Freitag, dem 25.08.2017 am frühen Nachmittag auf dem Domplatz. Zu sehen ist die Ausstellung dann bis Sonntag, den 27.08.2017. Danach wird sie abgebaut, um in veränderter Anordnung am Reformationstag, dem 31. Oktober 2017, auf dem Marktplatz erneut präsentiert zu werden.